Neue Synagoge Berlin (1. Besuch)

Am 31. August 2014 waren wir in der Neuen Synagoge (Berlin, Oranienburger Straße) zu Gast! Hier Infos, Fotos und Kommentare dazu!

Die Teilnehmer/innen hatten mehrheitlich einem muslimischen, außerdem einen jüdischen oder christlichen Hintergrund. Nach einem persönlichen Austausch in kleinen Gruppen ging es in die Synagoge zu einem langen Gespräch mit Rabbiner Alter, bei dem die Teilnehmer/innen viele Fragen stellten:

Was sind die Gebote des Judentums? Welche Kleidungs- und Speisevorschriften gibt es? Gibt es Paradies und Hölle? Wer gelangt ins Paradies? Wie sieht das Judentum andere Religionen? Können Andersgläubige ins Paradies gelangen? Welche Gebote gelten für sie? Warum wird nicht missioniert? Kann man zum Judentum konvertieren? Sind die Juden eine Ethnie? Welche Rolle spielt die Vorstellung von den Juden als Volk, evtl. auch eines Staates? Welche Rolle spielen Schicksal und Zufall im Leben des Menschen? Was genau ist die Thora? Welche Rolle spielt der Prophet Moses? Was ist der Talmud? Was bedeuten die ledernen Gebetsriemen (Teffelin)? Gibt es eine Gebetsrichtung? Werden Synagogenräume immer ähnlich gestaltet? Welche Aufgaben hat ein Rabbiner? Wie vereinbart er Religion und modernes Alltagsleben? Gibt es Engel? Wie wird die Figur Jesus gesehen? Welche Bedeutung werden Ehe, Familie, Kindern zugemessen? Sind religiös gemischte Ehen möglich? Was sind die wichtigsten Feste und Feiertage, was bedeuten sie und wie werden sie begangen?

Anschließend wurde noch die Thora-Rolle aus dem Schrein genommen und erklärt, die Teilnehmer/innen konnten sie aus nächster Nähe betrachten und auch dazu Fragen stellen.

 Teilnehmerkommentare:

„Überrascht! So viele Gemeinsamkeiten zwischen der jüdischen und islamischen Religion. Sehr offene und tolerante Gesprächsrunde mit dem Team sowie mit dem Herrn Daniel Alter. Wissensstand befriedigt. Bin gekommen, um mein Wissensspektrum zu erweitern. Dies wurde mir ermöglicht. Vielen Dank.“

 „Ich fand es sehr informativ und lehrreich. Danke für diesen Tag.“

 „Obwohl das Thema Judentum im Vordergrund stand, habe ich auch viel über das muslimische Leben gelernt.“

 „Wie lebt man koscher? Gibt es eine Hölle im Judentum? Was macht einen Menschen jüdisch? Diese Fragen und viele mehr hat Rabbiner Alter beantwortet, und noch weitere angeregt. Der Besuch in der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße war mehr als ein Einblick in das Judentum und das jüdische Leben in Berlin. Er war ein Dialog zwischen Muslimen und Juden über das, was uns im Kern verbindet, der Glaube an Haschem/Allah/Gott.“

 „Durch Fragen der anderen Religions-Teilnehmer habe ich viel über meine [eigene jüdische] Kultur/Religion erfahren, und ich freue mich schon darauf, andere Kulturen kennen zu lernen, meinen interkulturellen Freundeskreis zu erweitern.“

 „Vielen Dank für die persönlichen Begegnungen und Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ich hoffe, die Begegnung eröffnet einen Austausch und weitere Begegnung im größeren Kreis… Vielen Dank für das große Interesse und die vielen Fragen und Nachfragen.“

 „Ein sehr lehrreicher Tag, u.a. im Gespräch mit Herrn Alter. Besonders gefallen hat mir der persönliche Austausch mit den andersgläubigen Teilnehmern & Teilnehmerinnen: Leckeres Essen, Tee, Kaffee, alles da. Was will man mehr? ;-) Verbesserungsvorschlag: mehr religiöse Diversität unter den Teilnehmer/innen; ausführlichere Führung durch die Synagoge.

 „Tolles Projekt.“

 „Der Tag in der Synagoge war sein aufschlussreich. Ich habe das Gefühl einen guten Überblick über jüdische Glaubensaspekte erhalten zu haben, auch von den verschiedenen Ritualen und dem Gottesverständnis zu hören war sehr interessant. In einigen Aspekten konnte ich meinen Glauben durchaus wiedererkennen, in anderen weniger. Allgemein scheinen es mir mehr Parallelen zu sein als etwa beim Christentum.“

 „Ich fand den heutigen Tag sehr interessant und lehrreich. Es erfreute einen, an diesem Projekt teilzunehmen, da man sich sein Wissen erweitert und mehr über die Religionen herausfindet und versteht. Die Führung durch die Synagoge und das Gespräch mit dem Rabbi war auch sehr unterhaltsam, spannend und lobenswert.“